Prypjat - Die radioaktive Geisterstadt


Die Stadt Prypjat (oder auch Prypiat) in der Ukraine, einem Teil der ehemaligen UdSSR: Eine Geisterstadt, wie sie im Buche steht. Sie war einst als ein Wirtschaftszentrum der Sowjetunion geplant, das durch das nur wenige Kilometer entfernte Atomkraftwerk Tschornobyl angetrieben werden sollte. Zu seinen Hochzeiten lebten in Prypjat knapp 50.000 Menschen – hauptsächlich Angestellte des Kraftwerkes und ihre Familien, aber auch Arbeiter, die die Stadt noch erweitern und kräftig ausbauen sollten. In Prypjat gab es alles: Schulen, eine Bücherei, ein Gesellschaftshaus und sogar einen kleinen Vergnügungspart - der jedoch nie eröffnet werden konnte.

Denn dann, 1986, havarierte das Kernkraftwerk Tschernobyl. Die komplette Stadt wurde evakuiert. Alles mussten die Einwohner zurücklassen, was sie auch ohne großes Zögern taten, denn schließlich, so wurde ihnen gesagt, würde man das Problem in den Griff kriegen und sie würden schon bald in ihre Wohnungen zurück können. Doch dazu kam es nicht.

Stattdessen mussten die Behörden das Kernkraftwerk Tschernobyl, Prypjat und das umliegende Gebiet aufgeben. Später wurde die Stadt als Slawutytsch an einem anderen Ort komplett neu errichtet. Prypjat ist auch heute noch zum großen Teil Sperrgebiet. Nur einige Straßen und Plätze wurden teuer dekontaminiert und können mit kontrollieren Reisegruppen besichtigt werden. Darüber hinaus werden von manchen Einwohnern der Umgebung illegale Touren durch die nicht dekontaminierten "Sehenswürdigkeiten" der Stadt angeboten.






All Pictures (CC): by (1) Carl Montgomery (2) skippy13 (3) skippy13 (4) Carl Montgomery (5) Pricey (6) Pricey (7) Carl Montgomery (8) skippy13

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