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Schrottautos in der Wüste

Verfall fasziniert. Im Netz gibt es mittlerweile hunderte Seite von Urban Explorern. Menschen also, die Entdeckungstouren in Städten abseits der Wege unternehmen; die aufgegebene U-Bahnstationen erforschen, in verfallenen Irrenhäusern photographieren und in verlassenen Villen von Prominenten herum stöbern.Doch auch außerhalb der Städte gibt es viel zu sehen und Verfall in seiner faszinierendsten Weise zu beobachten. In den Wüstengegenden der USA finden sich Schätzungen zufolge tausende Fahrzeuge, die dort einfach verfallen. Einige wurden von ihren Besitzern einfach stehen gelassen. Andere sind verunfallte Überreste. Wie manche dort hingekommen ist hingegen ein Rätsel.

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Der Selbstmordwald Aokigahara

http://www.flickr.com/photos/o_0/10863099145/
Der Aokigahara ist ein Wald, wie ihn sich eigentlich nur Fantasy-Autoren und Regisseure wie Peter Jackson ausmalen können. Eng pressen sich hier am Fuße der Nordseite des japanischen Berges Fuji die Bäume zusammen, wild ranken sich Wurzeln über den Boden und bilden hinterlistige Stolperfallen und verdecken Löcher und Kuhlen in der von Moos überwucherten Erde. Vor allem im Zentrum des 35 Quadratkilometer großen Gebietes dringt Licht nur noch in einzelnen Strahlen durch das Blätterdach. Wer sich einmal hier hinein gewagt hat, der verliert schnell die Orientierung und läuft Gefahr, nicht mehr lebend herauszukommen. Doch viele, die sich freiwillig in den Aokigahara begeben, haben eh schon lange mit ihrem Leben abgeschlossen. Etliche Liebeskranke und Unglückliche haben schon im sogenannten Selbstmordwald ihrer Existenz ein Ende bereitet.

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Die Geisterstadt Randsburg

http://www.flickr.com/photos/23155134@N06/6390811995/
Gold zieht Menschen an: eine Weisheit, die sich vor allem im 19ten Jahrhundert bewies. Seinerzeit entstanden viele Städte in den USA alleinig, da dort das große Geld lockte. Eine davon war Randsburg, California. Als dort um 1895 in der Rand-Mine Gold entdeckt wurde, verbreitete sich die Nachricht des Fundes schnell. Innerhalb von Monaten formte sich aus einer Ansammlung von Zelten und windschiefen Hütten ein opulentes Camp mit etlichen Bewohnern. Und innerhalb von wenigen Jahren erwuchs aus dem Camp ein beachtliches Städtchen mit Bars, Saloons, Läden und einem offiziellem Postamt. Um 1900 wohnten etwa 4.000 Menschen in Randsburg und brachten so Leben in den sonst so kargen Landstrich, der von Hitze, Sand und Wasserarmut dominiert wird.

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Der Davis-Monthan-Flugzeugfriedhof


Die Davis-Monthan Air Force Base in Arizona ist seit dem 11. September wieder eine der wichtigsten Militärbasen der USA. Von hier starteten viele bedeutende Einsätze in den Irak und Afghanistan. Doch ist die Davis-Monthan Air Force Base auch Teil eines Ortes, an dem viel Militärgerät ihr Ende findet, einem Flugzeugfriedhof, der 309th Aerospace Maintenance and Regeneration Group. Flugzeug, Hubschrauber und Wracks werden hier zum Sterben zurückgelassen oder zwischengelagert, bis ihr Einsatz wieder erforderlich ist.

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Bilder: Der Schiffsfriedhof von Nouadhibou


Was passiert eigentlich mit Schiffen, Jachten, Öltankern und Kreuzfahrtschiffen, die nicht mehr seetüchtig sind oder einfach nicht mehr gebraucht werden? Einfach recyceln lassen die sich jedenfalls nicht. Stattdessen landen viele von ihnen auf einem sogenannten Schiffsfriedhof. Davon gibt es weltweit so einige, etwa in Frankreich, Russland, Taiwan. Aber der größte Schiffsfriedhof liegt bei Nouadhibou im westafrikanischen Mauretanien. Allerdings eher unfreiwillig.

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Verlassene Villa in Beirut


Hobbyfotograf Craigfinlay hat ein paar beeindruckende Bilder einer verlassenen Villa in Beirut geschossen, die einst von Takieddin el-Solh bewohnt wurde. Der war seines Zeichens Politiker und bis 1974 gar Premierminister des Libanon.

The binders were full of voter lists and various political documents. I'm assuming he abandoned the place during the civil war and moved to a more secure location. The house is in the Sunni section, but was within easy artillery distance of the Green Line.

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Zum fürchten: Ein verlassener Minigolfplatz

Eigentlich sind es ja verlassene Hospitäler, Gefängnisse oder Irrenanstalten, die einem das Fürchten lehren. Doch dieser seit über 50 Jahren geschlossene Minigolfplatz, der Magic Carpet Golf Course, im us-amerikanischen Tucson, Arizona ist ebenfalls nicht ohne. Da er jedoch nicht nur ziemlich creepy, sondern auf äußerst baufällig und damit gefährlich ist, durfte die Gruppe 'Vanishing Tucson' ihn nur mit Genehmigung betreten und in beeindruckenden Bildern festhalten.
All Pictures (CC) by Airstream Life

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Prypjat - Die radioaktive Geisterstadt


Die Stadt Prypjat (oder auch Prypiat) in der Ukraine, einem Teil der ehemaligen UdSSR: Eine Geisterstadt, wie sie im Buche steht. Sie war einst als ein Wirtschaftszentrum der Sowjetunion geplant, das durch das nur wenige Kilometer entfernte Atomkraftwerk Tschornobyl angetrieben werden sollte. Zu seinen Hochzeiten lebten in Prypjat knapp 50.000 Menschen – hauptsächlich Angestellte des Kraftwerkes und ihre Familien, aber auch Arbeiter, die die Stadt noch erweitern und kräftig ausbauen sollten. In Prypjat gab es alles: Schulen, eine Bücherei, ein Gesellschaftshaus und sogar einen kleinen Vergnügungspart - der jedoch nie eröffnet werden konnte.

Denn dann, 1986, havarierte das Kernkraftwerk Tschernobyl. Die komplette Stadt wurde evakuiert. Alles mussten die Einwohner zurücklassen, was sie auch ohne großes Zögern taten, denn schließlich, so wurde ihnen gesagt, würde man das Problem in den Griff kriegen und sie würden schon bald in ihre Wohnungen zurück können. Doch dazu kam es nicht.

Stattdessen mussten die Behörden das Kernkraftwerk Tschernobyl, Prypjat und das umliegende Gebiet aufgeben. Später wurde die Stadt als Slawutytsch an einem anderen Ort komplett neu errichtet. Prypjat ist auch heute noch zum großen Teil Sperrgebiet. Nur einige Straßen und Plätze wurden teuer dekontaminiert und können mit kontrollieren Reisegruppen besichtigt werden. Darüber hinaus werden von manchen Einwohnern der Umgebung illegale Touren durch die nicht dekontaminierten "Sehenswürdigkeiten" der Stadt angeboten.






All Pictures (CC): by (1) Carl Montgomery (2) skippy13 (3) skippy13 (4) Carl Montgomery (5) Pricey (6) Pricey (7) Carl Montgomery (8) skippy13

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Kolmanskuppe


Ich hatte eigentlich nicht geglaubt, dass ich zu diesem Thema etwas in der Wikipedia finde. Doch ich habe mich geirrt. In der Wikipedia findet sich nämlich sogar ein recht detaillierter Beitrag zu Kolmanskuppe – auch Kolmanskop -, einer verlassenen Siedlung im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem jetzigen Namibia.

Kolmanskuppe wurde 1908 einige Kilometer von Lüderitz, einer Hafenstadt, gegründet, nachdem Einheimische in der dortigen Wüstengegend Diamanten entdeckt hatten. Schnell errichtete man daher mitten in der Wüste Unterkünfte für die wackeren Diamantensucher, um die später Kneipen, ein Krankenhaus, ein Elektrizitätswerk und sogar Kegelbahn entstanden.

Doch schon wenige Jahr später, nachdem ersten Weltkrieg, gingen die Diamantenfunde stark zurück. Etliche reiche Bewohner entschlossen sich Kolmanskuppe zu verlassen und anderswo weiter zu suchen oder in den luxuriösen Ruhestand zu gehen. Gegen Ende der 20er Jahre wurde der Diamantenabbau schließlich komplett eingestellt. Seitdem gewann die Wüste stetig mehr von ihrem Reich zurück, was letztlich - in den 1960ern - sogar den letzten Einwohner vertrieb. Heute ist Kolmanskuppe vollkommen verlassen und darf aufgrund der gefährlichen Umgebung nur mit Sondergenehmigung oder bei einer der regelmäßigen Führungen besichtigt werden.

Die großartigen Pictures 1 - 3 (CC) by SqueakyMarmot | Picture 4 (GnuFDL) by Giraud Patrick

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Flickr-Pics: Vergessen und verlassen










Picture 1 (CC) by ninjapoodles | Picture 2 (CC) by DarkSideX | Picture 3 (CC) by sandcastlematt | Picture 4 (CC) by Nicholas_T | Picture 5 (CC) by Noël Lee | Picture 6 (CC) by jakeliefer | Picture 7 (CC) by jaqian | Picture 8 (CC) by Ross2085

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Paris: Bilder der Stadt unter der Stadt


Wenn ich mir die Bilder in der Flickr-Gruppe Paris Underground und der Seite Comperes.org so anschaue, dann denke ich, dass ich bestimmt nicht gern alleine in den dunklen Gängen, U-Bahn-Tunneln und Katakomben der Stadt der Liebe herum schlendern würde. Und auch in Begleitung scheint eine Erkundung des Pariser Untergrunds keine Spaßveranstaltung zu sein – zumindest, wenn man abseits der erlaubten Wege geht.

Der Großteil der "Stadt unter der Stadt" besteht aus ehemaligen unterirdischen Steinbrüchen. Von diesem wurde einige später zu einem Beinhaus umfunktioniert, in dem die Überreste von Millionen Pariser Bürgern Platz fanden. Über einen weiteren großen Teil erstrecken sich alte Versorgungs- und Abwasserkanäle der Stadt, die wie ein riesiges Labyrinth wirken sollen. Und der Rest des Untergrundes wird schließlich von teils in Betrieb befindlichen und teils stillgelegten U-Bahn-Tunneln beansprucht.


Picture 1 (CC) by wallyg | Picture 2 (CC) by wallyg | Picture 3 (CC) by Éole | Picture 4 (CC) by Jef Poskanzer | Picture 5 (CC) by Jef Poskanzer

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Verlassene Supermärkte in Amerika


Wal-Mart ist der wohl größte Einzelhandelskonzern der Welt und in so ziemlich jedem Teil der USA und auch Kanada vertreten. Ab und an kommt es jedoch vor, dass ein neu eröffneter Supermarkt von der potentiellen Kundschaft ignoriert wird oder einfach nicht genug Gewinn abwirft ... etwa wie in La Junta (Colorado) oder Kingston (Ontario). Der erstgenannte steht seit seiner Schließung vollkommen leer, aber immer noch sollen die Lichter innerhalb die leeren Gänge erhellen.



Pictures (CC) by Brave New Films ... mehr tolle Bilder hier!

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Einsame Schiffswracks im Aralsee


Der Anblick des Aralsees erinnert stark an eine der Anfangsszenen von Unheimliche Begegnung der dritten Art, in der Forscher das Schiff Cotopaxi, das, ursprünglich im Bermudadreieck verschwunden, in der Wüste Gobi ausfindig gemacht haben. Tatsächlich ist der See aufgrund von fehlenden Zuläufen und eines vorherrschenden Wüstenklimas stark ausgetrocknet und hat in den vergangenen Jahrzehnten fast 60 Prozent seiner Wasserfläche eingebüßt. Ursprünglich war er fast doppelt so groß gewesen wie Baden-Württemberg.

Mit der Zeit und dem allmählichen Zurückgehen der Wasserfläche wurde auch die wirtschaftliche Nutzung des Sees immer unrentabler: Schifffahrt wurde zum Teil sogar unmöglich gemacht, da die Wasserfläche durch das Absenken des Pegels in mehrere Teile zerfiel und Kaimauern und Docks nun am trockenen Ufer lagen. Viele Schiffe wurden einfach zurückgelassen und rosten nun auf Sanddünen und dem ausgedörrten Grund vor sich hin. Auch Kräne, Lagerhallen und Zäune stehen einsam in der Gegend herum.

Picture 1 (CC) by
Miles_78
Picture 2 (CC) by Miles_78
Picture 3 (CC) by upyernoz
Picture 4 (CC) by Zaptel

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