Einsame Schiffswracks im Aralsee


Der Anblick des Aralsees erinnert stark an eine der Anfangsszenen von Unheimliche Begegnung der dritten Art, in der Forscher das Schiff Cotopaxi, das, ursprünglich im Bermudadreieck verschwunden, in der Wüste Gobi ausfindig gemacht haben. Tatsächlich ist der See aufgrund von fehlenden Zuläufen und eines vorherrschenden Wüstenklimas stark ausgetrocknet und hat in den vergangenen Jahrzehnten fast 60 Prozent seiner Wasserfläche eingebüßt. Ursprünglich war er fast doppelt so groß gewesen wie Baden-Württemberg.

Mit der Zeit und dem allmählichen Zurückgehen der Wasserfläche wurde auch die wirtschaftliche Nutzung des Sees immer unrentabler: Schifffahrt wurde zum Teil sogar unmöglich gemacht, da die Wasserfläche durch das Absenken des Pegels in mehrere Teile zerfiel und Kaimauern und Docks nun am trockenen Ufer lagen. Viele Schiffe wurden einfach zurückgelassen und rosten nun auf Sanddünen und dem ausgedörrten Grund vor sich hin. Auch Kräne, Lagerhallen und Zäune stehen einsam in der Gegend herum.

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