Ronda - Leben am Abgrund


"Leben am Abgrund" - Über solche Sprüche können die Einwohner von Ronda sicherlich nur lachen. Denn das kleine spanische Städtchen in der Provinz Málaga ist teils auf einem mehr als steil abfallenden Felsplateau gebaut. Das sieht einerseits vollkommen malerisch aus, ist aber auch nicht gerade ungefährlich.

Der Fels auf dem die Häuser gebaut sind bröckelt hie und da. Bricht mancherorts auch ab, so dass einige Häuser, wie mir gesagt wurde, sogar schon überhängen würden und der Boden quasi frei in der Luft schwebt. Und weit runter geht’s durchaus. Denn Ronada wird durch die 100 bis 170 Meter tiefe Schlucht El Tajo geteilt. Doch genug der Schwafelei, die Bilder sagen wohl alles ...

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La Géode - das coolste Kino der Welt


Das wohl coolste Kino der Welt, zumindest was das Design angeht steht in der Cité des sciences et de l’industrie (zu dt. Stadt der Wissenschaften und der Industrie) in Paris. Die im Durchmesser knapp 36 Meter messende Metallkugel beherbergt nämlich ein IMAX-Kino mit 100 Sitzplätzen und einer 1000 m²-Leinwand. Entsprechend seiner Form wird das Kino nur La Géode genannt.

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Nummer 6: Ein Blick ins wahre Dorf


Wer sich noch an die TV-Serie Nummer 6 – bzw. The Prisoner – erinnern kann, kann sich bestimmt auch noch der surreal erscheinenden Szenerie des Dorfes entsinnen, in dem die Bewohner und 'Nummer Sechs', die Gefangenen, ihrem Leben nachgehen. Wo sich das Dorf in der Serie befindet ist nicht sicher. Eine Insel vor der Künste von Marokko, Großbritannien und Polen werden als mögliche Standorte genannt. Doch enthüllt wird dieses Geheimnis – wie unzählige andere – nicht wirklich.

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Zum fürchten: Ein verlassener Minigolfplatz

Eigentlich sind es ja verlassene Hospitäler, Gefängnisse oder Irrenanstalten, die einem das Fürchten lehren. Doch dieser seit über 50 Jahren geschlossene Minigolfplatz, der Magic Carpet Golf Course, im us-amerikanischen Tucson, Arizona ist ebenfalls nicht ohne. Da er jedoch nicht nur ziemlich creepy, sondern auf äußerst baufällig und damit gefährlich ist, durfte die Gruppe 'Vanishing Tucson' ihn nur mit Genehmigung betreten und in beeindruckenden Bildern festhalten.
All Pictures (CC) by Airstream Life

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Stadt der Künste und der Wissenschaften


Nein, das da oben ist nicht das Hauptquartier der Föderation der Vereinten Planeten aus StarTrek oder eine geheime Anlage der CIA um genetisch verändertes Marihuana herzustellen, sondern die Stadt der Künste und der Wissenschaften (spa. Ciudad de las Artes y de las Ciencias) im spanischen Valencia. Dieses Science Center (Erkl. bei Wikipedia) umfasst eine riesige Oper, ein Planetarium, ein IMAX-Kino, ein Wissenschaftsmuseum und das größte Aquarium Europas.

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Das Telectroscope


Das auf diesen Bildern ist kein notgelandetes SteamPunk-Raumschiff, sondern das Telectroscope, eine ziemlich spektakuläre Kunstaktion. Der Künstler Paul St. George behauptet, dass sein Urgroßvater Alexander Stanhope St. George einst die Idee zum diesem Wunderwerk der Technik hatte: Einem teleskopartigen Apparat, der New York und London visuell über einen langen Sichttunnel verbindet. Nachdem Beginn der Arbeiten seines Urgroßvaters habe es allerdings Schwierigkeiten gegeben, weshalb das Projekt abgebrochen wurde.

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Prypjat - Die radioaktive Geisterstadt


Die Stadt Prypjat (oder auch Prypiat) in der Ukraine, einem Teil der ehemaligen UdSSR: Eine Geisterstadt, wie sie im Buche steht. Sie war einst als ein Wirtschaftszentrum der Sowjetunion geplant, das durch das nur wenige Kilometer entfernte Atomkraftwerk Tschornobyl angetrieben werden sollte. Zu seinen Hochzeiten lebten in Prypjat knapp 50.000 Menschen – hauptsächlich Angestellte des Kraftwerkes und ihre Familien, aber auch Arbeiter, die die Stadt noch erweitern und kräftig ausbauen sollten. In Prypjat gab es alles: Schulen, eine Bücherei, ein Gesellschaftshaus und sogar einen kleinen Vergnügungspart - der jedoch nie eröffnet werden konnte.

Denn dann, 1986, havarierte das Kernkraftwerk Tschernobyl. Die komplette Stadt wurde evakuiert. Alles mussten die Einwohner zurücklassen, was sie auch ohne großes Zögern taten, denn schließlich, so wurde ihnen gesagt, würde man das Problem in den Griff kriegen und sie würden schon bald in ihre Wohnungen zurück können. Doch dazu kam es nicht.

Stattdessen mussten die Behörden das Kernkraftwerk Tschernobyl, Prypjat und das umliegende Gebiet aufgeben. Später wurde die Stadt als Slawutytsch an einem anderen Ort komplett neu errichtet. Prypjat ist auch heute noch zum großen Teil Sperrgebiet. Nur einige Straßen und Plätze wurden teuer dekontaminiert und können mit kontrollieren Reisegruppen besichtigt werden. Darüber hinaus werden von manchen Einwohnern der Umgebung illegale Touren durch die nicht dekontaminierten "Sehenswürdigkeiten" der Stadt angeboten.






All Pictures (CC): by (1) Carl Montgomery (2) skippy13 (3) skippy13 (4) Carl Montgomery (5) Pricey (6) Pricey (7) Carl Montgomery (8) skippy13

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Kolmanskuppe


Ich hatte eigentlich nicht geglaubt, dass ich zu diesem Thema etwas in der Wikipedia finde. Doch ich habe mich geirrt. In der Wikipedia findet sich nämlich sogar ein recht detaillierter Beitrag zu Kolmanskuppe – auch Kolmanskop -, einer verlassenen Siedlung im ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, dem jetzigen Namibia.

Kolmanskuppe wurde 1908 einige Kilometer von Lüderitz, einer Hafenstadt, gegründet, nachdem Einheimische in der dortigen Wüstengegend Diamanten entdeckt hatten. Schnell errichtete man daher mitten in der Wüste Unterkünfte für die wackeren Diamantensucher, um die später Kneipen, ein Krankenhaus, ein Elektrizitätswerk und sogar Kegelbahn entstanden.

Doch schon wenige Jahr später, nachdem ersten Weltkrieg, gingen die Diamantenfunde stark zurück. Etliche reiche Bewohner entschlossen sich Kolmanskuppe zu verlassen und anderswo weiter zu suchen oder in den luxuriösen Ruhestand zu gehen. Gegen Ende der 20er Jahre wurde der Diamantenabbau schließlich komplett eingestellt. Seitdem gewann die Wüste stetig mehr von ihrem Reich zurück, was letztlich - in den 1960ern - sogar den letzten Einwohner vertrieb. Heute ist Kolmanskuppe vollkommen verlassen und darf aufgrund der gefährlichen Umgebung nur mit Sondergenehmigung oder bei einer der regelmäßigen Führungen besichtigt werden.

Die großartigen Pictures 1 - 3 (CC) by SqueakyMarmot | Picture 4 (GnuFDL) by Giraud Patrick

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Flickr-Pics: Vergessen und verlassen










Picture 1 (CC) by ninjapoodles | Picture 2 (CC) by DarkSideX | Picture 3 (CC) by sandcastlematt | Picture 4 (CC) by Nicholas_T | Picture 5 (CC) by Noël Lee | Picture 6 (CC) by jakeliefer | Picture 7 (CC) by jaqian | Picture 8 (CC) by Ross2085

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Vulcan – Die Star Trek-Stadt


Die Stadt Vulcan in Alberta, Kanada ist das was man gemeinhin als typisches Kaff bezeichnen würde. Sie liegt im wahrsten Sinne des Wortes 'mitten in der Prärie', hat gerade mal um die 2.000 Einwohner und wäre ohne einige wichtige Hauptverkehrsadern wahrscheinlich auf keiner Karte zu finden.

Um die Stadt etwas interessanter zu machen hatten einige schlaue Bürger daher beschlossen, den sowieso interessanten Namen auszunutzen und Vulcan auf Star Trek zu bürsten. Schließlich ist Vulcan auch der Planet vom dem Mr. Sprock stammt. So finden sich in dem kanadischen Kaff mittlerweile ein Denkmal für's Raumschiff Enterprise, einige spacige Restaurants und Cafés. Und auch Blumenkübel und Geräteschuppen in Form von Shuttles sind dort anzutreffen. Zentraler Punkt des Star Trek-Konzeptes ist allerdings die futuristische Trek Station, ein aufwendiges Informationszentrum über die Stadt und Star Trek.

Offenbar hat die Idee auch gut funktioniert. Denn Vulcan hat sich mit der Zeit zu einem Geheimtipp in Touristenführern gemausert und ist als Veranstaltungsort für's Galaxyfest, einer StarTrek und Science-Fiction-Convention, auserkoren worden.

Picture 1 (CC) by dave_7 | Picture 2 (CC) by Falashad | Picture 3 (CC) by Falashad | Picture 4 (CC) by microserf

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Die Klöster von Metéora


Im griechischen Pindos-Gebirge, unweit von Kalambaka, findet sich eine der beeindruckensten Anblicke, den man überhaupt zu Gesicht bekommen kann. Auf unzähligen großen und kleinen Sandsteinfelsen, die weit in den Himmel ragen, sind 24 Klöster und Eremitagen erbaut. Treffenderweise tragen diese den Namen "Metéora", was in etwa soviel wie "in der Luft schwebend" oder auch "hoch im Himmel" bedeutet.

Freilich sind Klöster aufgrund ihrer isolierten Lage – und teils etliche hundert Meter über dem Grund - nur schwer zu erreichen, weshalb einige von ihnen mittlerweile verlassen und dem Verfall preisgegeben sind. Von wenigen existieren schon seit Jahren nur noch Ruinen und Mauerreste. Noch sechs der beeindruckenden Bauten werden überhaupt bewohnt und von Mönchen in Stand gehalten. Eines von ihnen, das Metamórphosis, ist gleichzeitig das größte Kloster von Metéora. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war es nur über Strickleitern und einen improvisierten Windenaufzug zu erreichen.

Im Jahr 1988 wurden die Klöster von Metéora – als auch das Gebiet Metéora – zum UNESCO-Weltkulturerbe und Weltnaturerbe erklärt.

Weitere Infos und Bilder in der Wiki.

Picture 1 (GnuFDL) by Dido3 | Picture 2 (CC) by mamamusings | Picture 3 (GnuFDL) by Dido3

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10 weitere beeindruckende Gotteshäuser


10 - Basilique de Notre Dame de la Paix de Yamoussoukro
Wie der Name vermuten lässt, befindet sich die Basilika 'Unserer Lieben Frau des Friedens" in Yamoussoukro an der Elfenbeinküste. Überraschend ist daher, dass es sich bei ihr um das größte christliche Kirchengebäude der Welt handelt. Félix Houphouët-Boigny, der Präsident des Landes, ließ sie 1985 nach dem Vorbild des Petersdom in Rom errichten – allerdings nimmt sie fast doppelt soviel Grundfläche ein und ist mit 158 Metern auch höher als ihr Vorbild. Offiziell soll sie aus dem Privatvermögen des Präsidenten finanziert worden sein. Kritische Stimme bezweifeln dieses allerdings.


9 - Solid Rock Church
Die Solid Rock Church in Ohio ist an sich eine ganz gewöhnliche Kirche. Auffallend ist jedoch einige riesige Jesus-Statue, die vor ihr in den Himmel ragt. Der 'King of Kings', wie sie benannt wird, scheint sich aus dem Wasser empor zu stemmen und gen Himmel zu blicken. Laut der Website der Kirche ist die Statue 19 Meter hoch und wiegt fast 8 Tonnen – damit soll es die größte Jesusstatue der Vereinigten Staaten sein.

Website der Solid Rock Church


8 - Catedral de Las Lajas
Die Kathedrale Las Lajas im entlegenen kolumbianischen Nariño ist eine Ode an gotische Architektur. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde sie über dreißig Jahre hinweg in einen Canyon hinein gebaut, so dass sie nur über einen breite Brücke, die den Guáitara überspannt, und eine lange Treppe zu erreichen ist.


7 - Saint-Pierre
Der gebürtige Schweizer Le Corbusier gilt heute als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, was nicht zuletzt seinen ausgefallenen Ideen zu verdanken ist. Die Saint-Pierre Kirche im französischen Firminy gilt als seinen letztes großes Werk, auch wenn sie erst mehrere Jahre nach seinem Tod in Angriff genommen wurde. Aufgrund politischer Probleme kam es zwischen 1975 und 2003 zum Baustopp. Erst später wurde sie unter Führung eines ehemaligen Schülers Le Corbusiers fertig gestellt – wobei das Gebäude nun, aufgrund der Nutzung öffentlicher Gelder, als Gemeinde- und Kulturhaus gilt.

Wiki-Eintrag zu Le Corbusier


6 - Provo Utah Temple
Der Provo Utah Temple im US-amerikanischen Provo ist das 17te Gotteshaus der der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, auch bekannt als "Mormonen". Er umfasst knapp 12.000 Quadratmeter Fläche und ist dem früher errichteten Ogden Utah Temple der religiösen Vereinigung nachempfunden.


5 - Tōkyō Katedoraru Sei Maria Daiseidō
Im japanischen Tokio wurde mehrere Jahre nach der Zerstörung der einstigen Sankt Maria Kathedrale während des zweiten Weltkrieges eine Ausschreibung für einen Neubau abgehalten. Als Sieger dieser ging der bekannte Architekt Kenzo Tange hervor, der das jetzige Gebäude zusammen mit dem Deutschen Wilhelm Schlombs und einigen weiteren Kollegen umsetzte.


4 - Temple Expiatori de la Sagrada Família
Die Sagrada Família in Barcelona, Spanien ist wohl eines der berühmtesten Werke des Architekten Antoni Gaudí. Begonnen wurde die Kirche 1882 allerdings von dem Architekten Francisco del Villar, der ein schlichtes Gotteshaus geplant hatte. Nach einem Streit mit der Bauleitung wurde del Villar allerdings durch Gaudí ersetzt, der sämtliche Pläne grundlegend überarbeitete und die jetzige Komposition aus mehreren Seilrichtungen arrangierte. Da Gaudí 1926 verstarb konnte er die Vollendung der Bauarbeiten, die bis zum heutigen Tag andauern, nicht mehr miterleben. Der derzeitigen Planung zufolge soll die monumentale Kirche bis 2026, dem hundertsten Todesjahr Gaudís, fertig gestellt werden.

Ausführlicher Wiki-Eintrag


3 - Stykkishólmur Church
Diese äußerst modern gestaltete Kirche liegt am Rande der Fischerstadt Stykkishólmur im Westen des kalten Islands. Sie fasst knapp 300 Personen und dient nicht nur für Gottesdienste sondern auch für regelmäßige Konzerte und Gemeinschaftsveranstaltungen.


2 - Santuario della Madonna delle Lacrime
Die zu deutsch 'Heiligtum der heiligen Jungfrau der Tränen' genannte Wallfahrtskirche im italienischen Syrakus hatte seit ihrer Planung im Jahre 1956 mit zahlreichen Entstehungsschwierigkeiten zu kämpfen. Zwar fand sich durch die Ausschreibung eines Architektenwettbewerbs prompt ein Team mit einem interessanten Entwurf, doch nach dem ersten Spatenstich dauerte es aufgrund zahlreicher archäologischer Funde im Baugrund noch Jahre, bis sich das knapp 75 Meter hohe Gebäude dem Himmel entgegen reckte.

Weitere Infos & Bild vom Innenraum


1 - Cross Island Chapel
Nachdem wir oben schon das größte christliche Kirchengebäude der Welt hatten, kommen wir zum angeblich kleinsten. Die Cross Island Chapel in Oneida in New York wurde 1989 auf einer Plattform auf einem kleinen See errichtet und soll – wie aber auch einige weitere Kirchen in den USA – die angeblich die kleinste Kirche der Welt sein. Sie misst gerade mal 1,2 Meter mal 2 Meter und bietet so gerade genug Platz für einen Pfarrer und zwei, maximal drei weitere Personen – perfekt für eine kleine Hochzeit.

Weitere Infos & Kleine Kirchen


Hier der erste Teil der Serie:
10 äußerst beeindruckende Gotteshäuser

Picture 1 (CC) by Asram | Picture 2 (CC) by rauchdickson | Picture 3 (CC) by Jungle_Boy | Picture 4 (public domain) by granger vincent| Picture 5 (CC) by Ricardo630 | Picture 6 (GnuFDL) by Morio | Picture 7 (CC) by maveric2003 | Picture 8 (CC) by jerrroen | Picture 9 (GnuFDL) by Clemensfranz | Picture 10 (CC) by abbey*christine

Quellen u.a. Wikipedia / solidrockchurch.org / trekearth.com und andere / deputy-dog.com ...

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Futuristischer Garten: Das Eden Project


Auf den ersten Blick könnte man meinen, es handle sich um ein Mars-Besiedlungsprojekt der NASA. Dabei sind die gigantischen geodätischen Kuppeln, die eine ehemalige Kaolingrube im britischen Cornwall überspannen allerdings ganz und gar irdisch: Sie bilden nämlich das Eden Project, einen riesigen botanischen Garten – und mit insgesamt 30.000 Quadratmeter überspannter Fläche die derzeit größten Gewächshäuser der Welt. Das größte von ihnen ist der Humid Tropics Biome – er alleine bedeckt eine Fläche von 1,5 Hektar.

Der Hauptgartenkomplex besteht aus den zwei Biodomen, die selbst aus mehreren Kuppeln bestehen, die wiederum von einem einem umfassenden Freiluftgarten umgeben werden. Unter den riesigen Kuppeln gedeihen Pflanzen aus allen möglichen Klimazonen der Welt – von den Tropen über die Subtropen bis hin zum Mittelmeerklima ist alles vertreten. Insgesamt sollen dort derzeit 1.000.000 Pflanzen und auch einige Tierarten – wie Vögel und Schmetterlinge - beheimatet sein. Die meisten von diesen stammen aus aus anderen botanischen Gärten aus Großbritannien oder wurden von Universitäten bereitgestellt. Manche, äußerst seltene Arten, wurden hingegen aus ihren Heimatländern eingeflogen.

Damit jedes Pflänzlein auch optimale Bedingungen erfährt und nicht schon nach wenigen Wochen oder Monaten eingeht wurden knapp 80.000 Tonnen Erde herangeschafft und Biologen und Botaniker engagiert, die sich um die Schützlinge kümmern. Darüber hinaus verrichtet ständig ein komplexes Umweltkontrollsystem seinen Dienst, das Wärme, Luftfeuchtigkeit und etliche weitere Klimafaktoren kontrolliert und reguliert.

Erdacht wurde das Project übrigens von dem Archäologen und Musikproduzenten Tim Smit, der auch die "Lost Gardens of Heligan" in Großbritannien entworfen hat. Seine Pläne sehen vor, dass das Eden Project um einen weiteren Kuppel-Bau, genannt The Edge, erweitert wird. Dieser soll eine gigantische Wüsten und Oasen Landschaft beherbergen, die nur durch Sonnenenergie und Regenwasser am Leben erhalten wird. Finanziert werden sollte The Edge durch einen Finanzierungswettbewerb der 'Big Lottery Fund' – hierbei wurde das Eden Project allerdings von einem Mitbewerber geschlagen. Ob und wann The Edge nun noch realisiert wird ist ungewiss.

Picture 1 (CC) by Kazza, Mizzo, Lils and Daniel | Picture 2 (CC) by JL2003 | Picture 3 (CC) by Martin Pettitt | Picture 4 (CC) by Benjamin A'Lee | Picture 5 (CC) by nick_bl

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